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Draw No Bet Strategie: Risiko minimieren beim Fußball

Updated Oktober 2026
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Du siehst einen klaren Favoriten, aber die Quote für den Sieg ist zu niedrig, und das Risiko eines Unentschiedens nagt an dir. Genau für solche Situationen existiert Draw No Bet — eine Wettart, die das Remis-Risiko eliminiert und dir erlaubt, auf einen Sieger zu setzen, ohne bei einem Unentschieden alles zu verlieren. Klingt nach einem Gratismittagessen? Nicht ganz, denn diese Sicherheit hat ihren Preis.

Draw No Bet, abgekürzt DNB, ist im Grunde ein Asian Handicap 0 unter anderem Namen. Bei einem Unentschieden erhältst du deinen Einsatz zurück, bei einem Sieg deines Teams gewinnst du, bei einer Niederlage verlierst du. Diese einfache Mechanik macht DNB zu einer beliebten Wahl für Wetter, die Favoriten unterstützen wollen, ohne das volle Dreiweg-Risiko einzugehen.

Dieser Artikel erklärt, wie Draw No Bet funktioniert, wann es sich lohnt und wann du besser zur klassischen Siegwette greifst. Denn wie bei jeder Wettstrategie gilt: Der Kontext entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

Draw No Bet Strategie bei fußball 24 wetten.

So funktioniert Draw No Bet

Das Prinzip ist denkbar simpel. Du wählst ein Team aus, und es gibt drei mögliche Ausgänge: Dein Team gewinnt — du gewinnst die Wette zum vollen Quotenwert. Das Spiel endet unentschieden — du erhältst deinen Einsatz zurück, weder Gewinn noch Verlust. Dein Team verliert — du verlierst deinen Einsatz.

Im Vergleich zur klassischen Dreiweg-Wette eliminiert DNB eine der drei Verlustmöglichkeiten. Statt auf Sieg, Unentschieden oder Niederlage des Gegners verteilt sich das Risiko nur noch auf zwei Ausgänge: Sieg oder Niederlage deines Teams. Das Unentschieden wird zur neutralen Zone.

Diese Risikoreduktion hat einen Preis: Die Quoten sind niedriger als bei der entsprechenden Siegwette. Wenn der Buchmacher für einen Heimsieg die Quote 2,50 anbietet, liegt die DNB-Quote für denselben Heimsieg vielleicht bei 1,85. Du zahlst für die Absicherung mit reduzierter potenzieller Rendite.

Berechnung und Quotenvergleich

Um zu verstehen, ob DNB sich lohnt, musst du die Quoten vergleichen. Die Differenz zwischen Siegquote und DNB-Quote ist der Preis, den du für die Unentschieden-Absicherung zahlst. Je größer diese Differenz, desto teurer ist die Absicherung — und desto kritischer solltest du hinterfragen, ob sie den Preis wert ist.

Ein Rechenbeispiel: Heimsieg wird mit 2,20 quotiert, DNB Heimsieg mit 1,65. Die Differenz beträgt 0,55 Quotenpunkte. Bei einem Einsatz von 100 Euro gewinnst du mit der Siegwette 120 Euro Nettogewinn, mit DNB nur 65 Euro. Dafür bekommst du bei einem Unentschieden deine 100 Euro zurück, statt sie zu verlieren.

Die Frage ist: Wie wahrscheinlich ist das Unentschieden? Wenn du es auf 25 Prozent schätzt, dann rettet dir DNB statistisch gesehen in jedem vierten Spiel den Einsatz. Ob das den Quotenverlust rechtfertigt, hängt von den konkreten Zahlen ab. Rechne nach, bevor du entscheidest.

DNB im Vergleich zur Dreiweg-Wette

Die klassische Dreiweg-Wette — 1X2 — bietet höhere Quoten für den Sieg, aber auch höheres Risiko. Bei einem Unentschieden verlierst du den vollen Einsatz. DNB bietet niedrigere Quoten, aber eben auch das Sicherheitsnetz des Einsatzrückgewinns bei Remis.

Welche Variante besser ist, hängt von deiner Einschätzung ab. Wenn du den Favoriten deutlich vorne siehst und ein Unentschieden für unwahrscheinlich hältst, ist die Dreiweg-Wette oft die bessere Wahl. Die höhere Quote belohnt deine Überzeugung. Wenn du hingegen unsicher bist und das Remis als realistische Möglichkeit siehst, bietet DNB die passende Absicherung.

Eine Faustregel lautet: Je knapper das erwartete Spiel, desto sinnvoller ist DNB. Bei einem erwarteten Kantersieg des Favoriten ist das Unentschieden-Risiko gering, und die Absicherung verschwendet Quotenpotenzial. Bei einem umkämpften Spiel zwischen annähernd gleichstarken Teams kann DNB dagegen den entscheidenden Unterschied machen.

Optimale Einsatzszenarien für DNB

DNB entfaltet seinen Wert besonders bei Auswärtswetten auf Favoriten. Auswärtsspiele enden statistisch häufiger unentschieden als Heimspiele, weil der fehlende Heimvorteil die Kräfteverhältnisse ausgleicht. Ein Favorit, der auswärts antritt, gewinnt zwar oft, aber das Remis-Risiko ist erhöht. DNB reduziert dieses spezifische Risiko.

Ein weiteres gutes Szenario sind Pokalspiele in frühen Runden. Unterklassige Teams spielen vor heimischem Publikum oft über ihrem Niveau und erkämpfen Unentschieden gegen favorisierte Gegner. Die Motivation und die besonderen Umstände erhöhen die Remis-Wahrscheinlichkeit, während der Klassenunterschied einen Sieg des Außenseiters unwahrscheinlich macht.

Auch bei Teams mit Formtiefs kann DNB sinnvoll sein. Ein eigentlich starkes Team in einer Schwächephase verliert selten haushoch, produziert aber häufiger Unentschieden. DNB erlaubt es, auf die langfristige Qualität zu setzen, ohne vom kurzfristigen Formtief ruiniert zu werden.

Wann DNB keinen Sinn ergibt

Es gibt Situationen, in denen DNB die falsche Wahl ist. Bei extremen Favoriten mit Siegquoten unter 1,30 ist die DNB-Quote oft so niedrig, dass sie kaum noch attraktiv ist. Die Absicherung kostet zu viel Rendite, während das Unentschieden-Risiko ohnehin gering erscheint.

Auch bei Spielen, in denen du das Unentschieden selbst für wahrscheinlich hältst, ist DNB fragwürdig. Wenn du mit 30 Prozent Remis-Wahrscheinlichkeit rechnest, wäre eine Wette auf das Unentschieden möglicherweise profitabler als DNB auf den Favoriten. Die Absicherung hilft nur, wenn das Remis unerwünscht, aber möglich ist — nicht wenn es das wahrscheinlichste Ergebnis darstellt.

Bei Außenseitern ist DNB meist keine gute Option. Die DNB-Quote für einen Außenseiter liegt oft nur minimal unter der Siegquote, weil das Remis-Szenario den Buchmacher kaum interessiert. Die Absicherung kostet wenig, bringt aber auch wenig. In solchen Fällen ist die volle Siegquote meist die bessere Wahl.

Risikomanagement mit DNB

DNB lässt sich gut in ein breiteres Risikomanagement-Konzept integrieren. Statt alle Favoritenwetten als klassische Siegwetten zu platzieren, kannst du einen Teil als DNB spielen. Diese Mischung reduziert die Gesamtvarianz deines Portfolios, ohne dich komplett von höheren Quoten abzuschneiden.

Eine konkrete Strategie: Spiele Heimfavoriten als klassische Siegwetten und Auswärtsfavoriten als DNB. Die höhere Remis-Wahrscheinlichkeit bei Auswärtsspielen rechtfertigt die Absicherung, während Heimspiele oft klar genug ausgehen, um die volle Quote zu nutzen.

Eine andere Variante ist die Einsatzanpassung. Statt DNB zu spielen, könntest du bei der Siegwette einfach weniger setzen und die Differenz als Reserve für das Remis-Risiko betrachten. Diese Methode erreicht einen ähnlichen Effekt, ohne auf die spezifische DNB-Wettart angewiesen zu sein.

DNB als Alternative zum Handicap

DNB und Asian Handicap 0 sind identisch — nur der Name unterscheidet sich. Wer mit Handicaps vertraut ist, kann DNB als Spezialfall betrachten und in sein Handicap-System integrieren. Der Vorteil dieser Perspektive: Du kannst nahtlos zwischen DNB und anderen Handicap-Varianten wechseln.

Wenn dir DNB zu wenig Rendite bietet, aber das Remis-Risiko beunruhigt, ist das Asian Handicap -0,25 eine Alternative. Hier geht bei Remis nur die Hälfte deines Einsatzes verloren, während die Quote höher liegt als bei DNB. Du gibst etwas Sicherheit auf, gewinnst aber Renditepotenzial.

Umgekehrt bietet das Asian Handicap +0,25 auf den Außenseiter mehr Sicherheit als DNB. Hier gewinnst du bei Remis die Hälfte deines Einsatzes, statt nur den Einsatz zurückzubekommen. Die Quote ist niedriger, aber die Position defensiver. Für risikoscheue Wetter auf Underdogs eine interessante Option.

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Die Psychologie hinter der Absicherung

DNB ist nicht nur eine mathematische Entscheidung, sondern auch eine psychologische. Die Möglichkeit, bei einem Unentschieden den Einsatz zurückzubekommen, fühlt sich beruhigend an. Diese Sicherheit hat einen realen Wert für dein Wohlbefinden beim Wetten, auch wenn sie mathematisch einen Preis hat.

Das Problem entsteht, wenn die Absicherungsneigung übertrieben wird. Manche Wetter nutzen DNB fast ausschließlich, weil sie den potenziellen Verlust bei Remis emotional nicht verkraften. Diese übermäßige Risikoaversion kostet langfristig Rendite und ist oft durch unrealistische Verlustängste getrieben.

Die richtige Balance liegt darin, DNB gezielt einzusetzen, wenn die Situation es rechtfertigt, und klassische Siegwetten zu nutzen, wenn die Absicherung überflüssig ist. Diese situative Flexibilität unterscheidet erfahrene Wetter von solchen, die aus Gewohnheit immer dieselbe Wettart wählen.

Der versteckte Wert der Einsatzrückgabe

Was viele übersehen: Die Einsatzrückgabe bei Remis ist nicht nur ein Trost für den verpassten Gewinn, sondern erhält dein Kapital für die nächste Wette. In einem langen Wetthorizont summieren sich diese erhaltenen Einsätze zu signifikanten Beträgen, die du andernfalls verloren hättest.

Stell dir vor, du platzierst über ein Jahr 100 Favoritenwetten. Bei 20 davon endet das Spiel unentschieden. Mit klassischen Siegwetten verlierst du 20 volle Einsätze. Mit DNB bekommst du diese 20 Einsätze zurück und kannst sie erneut investieren. Der Zinseszinseffekt dieser erhaltenen Einsätze wird oft unterschätzt.

Natürlich sind die DNB-Quoten niedriger, und die 80 gewonnenen Wetten bringen weniger Profit. Ob die erhaltenen Einsätze diesen Renditeverlust kompensieren, hängt von den konkreten Zahlen ab. Aber die Rechnung ist komplexer, als viele Wetter annehmen — und fällt in manchen Szenarien zugunsten von DNB aus.

Von Experten geprüft: Felix Ziegler